Weitere Literatur über Richard Wagner
des Verlages Königshausen & Neumann

(Vertrieb in Kooperation)

1. Fachbücher

 
       
 

Ulrike Kienzle
...daß wissend würde die Welt!
Religion und Philosophie in Richard Wagners Musikdramen

362 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 15,5 x 23,5 cm
Wagner in der Diskussion 1
39,80 / ISBN 978-3-8260-3058-1

Der Band beleuchtet die philosophischen und theologischen Implikationen von Wagners Musikdramen vom Tannhäuser bis zum Parsifal und verfolgt ihre Spuren nicht nur in den Dichtungen, sondern bis in die Mikrostrukturen der Leitmotivtechnik und in die Makrostrukturen der dramaturgischen Formverläufe hinein. Wagners Philosophen – das sind insbesondere Feuerbach und Schopenhauer. Wagners Religion – das ist zunächst das Christentum, das Wagner zunehmend kritisch betrachtet, später auch die Ethik des Buddhismus, die ihm durch Schopenhauer vermittelt wurde. Im Parsifal versucht Wagner, Christentum und Buddhismus zu einer Synthese zu bringen – ein bedeutender Markstein des interreligiösen Dialogs, der heute wieder besonders aktuell ist. Refl exionen – Wagners Philosophen – Wagners Religion – Musik als Sprache des Unsagbaren: Musikästhetische Konzepte der Frühromantik und ihr Weiterwirken bei Richard Wagner – Gibt es einen weiblichen Ton in der Musik Richard Wagners? – Die Musikdramen – Venus – Maria – Elisabeth: Wagners weibliche Trinität im Tannhäuser – Der vertriebene Gott: Über Glaube und Zweifel im Lohengrin – Freiheit – Wahrhaftigkeit – Liebe: Der Ring des Nibelungen – Von Feuerbach zu Schopenhauer: Wagners philosophischer Paradigmenwechsel – Tristan und die Philosophie des Todes – Nürnberg als Wille und Vorstellung: Auf Schopenhauers Spuren durch die Welt der Meistersinger – Die Religion des Parsifal – Ausblicke – Das große dionysische Fragezeichen: Wagner und Nietzsche. Die Geburt der Tragödie und der Abschied vom Pessimismus – Bayreuth als ästhetische Utopie.

 
       
 

Tobias Janz
Klangdramaturgie
Studien zur theatralen Orchesterkomposition in Wagners ,Ring des Nibelungen‘
360 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 15,5 x 23,5 cm
Wagner in der Diskussion 2
49,80 / ISBN 978-3-8260-3291-2

Wer Wagners Musikdramen in guten Aufführungen erleben konnte, der wird gespürt haben, wie das Orchester und Wagners kompositorische Behandlung des Orchesters in gewissem Sinne den Kern und Kristallisationspunkt seiner Idee des Gesamtkunstwerks ausmachen. Das Orchester ist das Medium, in dem Wagner sein schöpferisches Potential vollkommen entfalten konnte, und es ist das Medium, in dem alle Fäden des plurimedialen Kunstwerks letztlich zusammenlaufen. Mit der Zentralstellung des Orchesters einher geht jedoch auch eine weitreichende Verschiebung der Kategorien der musikalischen Komposition, denn das Phänomen Klang rückt bei Wagner ins Zentrum des musikalischen Formbaus. Die Studie analysiert an Wagners Hauptwerk die technischen und ästhetischen Implikationen der Wagnerschen Orchestersprache und deren äußerst differenzierte Ausrichtung an den verschiedenen Funktionen der Dramaturgie: dem dramatischen Spannungsverlauf, Figuren, subjektiver und objektiver Perspektive, Narration und Aktion, Handlungszeit, Handlungsraum und Atmosphäre.

 
       
 

Yvonne Nilges
Richard Wagners Shakespeare
ca. 180 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 15,5 x 23,5 cm
Wagner in der Diskussion 3
 49,80 / ISBN 978-3-8260-3710-8

Shakespeare und die attische Tragödie bilden die beiden wichtigsten Modelle des Wagnerschen Musiktheaters. Während freilich zumal das aischyleische Drama in seiner Rolle für Wagner längst erhellt wurde, ist die Forschung der grundlegenden Bedeutung Shakespeares niemals näher nachgegangen. Die Studie untersucht dieses – schon Wagners Kindheit bestimmende – „Geistergespräch“ mit Shakespeare und dem elisabethanischen Theater über die Dezennien hinweg bis schließlich hin zu Wagners Tode. Bereits als halber Knabe: im Alter von 13 Jahren verfaßt Wagner in seinem ersten erhaltenen Werk Leubald eine Kompilation von nicht weniger als neun verschiedenen Shakespeare-Dramen; zehn Jahre später wird aus Shakespeares Maß für Maß ein vom Jungen Deutschland inspiriertes, sinnenfrohes »Übermaß« in Wagners zweiter vollendeten Oper Das Liebesverbot. Das dritte Kapitel ist der Wagnerschen Ästhetik und dem Shakespeare- Bild in Wagners theoretischen Schriften gewidmet, während das vierte Die Meistersinger zum ersten Mal als wiedergeborene Shakespearesche Komödie: des Sommernachtstraums nachzeichnet. Der Schluß gilt den „heiteren“ Shakespeare-Betrachtungen des späten und des »letzten« Wagner: Shakespeare und kein Ende in den Cosima-Tagebüchern.

 
       
 

Sven Friedrich
Richard Wagner – Deutung und Wirkung

198 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 23,5 x 15,5 cm
14,80 / ISBN 978-3-8260-2851-9

Das „Phänomen Wagner“, das hier aus unterschiedlichen Perspektiven schlaglichtartig beleuchtet wird, gehört zu den bedeutsamsten und folgenreichsten Erscheinungen der europäischen Kulturgeschichte der Neuzeit. Der erste Teil „Deutung“ sondiert Biographie und Werk aus vier unterschiedlichen Blickwinkeln: das Leben Wagners unter dem Leitmotiv der Flucht, das Liebeserlösungs- Prinzip als dramaturgisches Grundmuster seiner Werke, der Mythos von Amor und Psyche als Grundtopos ihrer Psychologie und schließlich ihre medientheoretische Wirkungsästhetik. Der zweite Teil „Wirkung“ untersucht zunächst die ambivalenten persönlichen Wahlverwandtschaften Wagners zu Franz Liszt und Nietzsche. Die doppelgesichtige Geisteserbschaft Wagners wird schließlich exemplarisch an Thomas Mann einerseits und Hitler andererseits gezeigt.

 
       
 

Udo Bermbach
Opernsplitter
Aufsätze. Essays
360 Seiten, Hardcover mit Fadenheftung
Format 23,5 x 15,5 cm
29,80 / ISBN 978-3-8260-2931-8

Von der Entstehung des ästhetischen Denkens als einer eigenen Wissensdisziplin und seinen Herausforderungen an das politische und gesellschaftliche Denken seit dem 18. Jahrhundert in Europa reicht im ersten Teil des Buches der Spannungsbogen bis zum Nachdenken über die Stellung der Oper in der gegenwärtigen Gesellschaft. In einem zweiten Teil werden dann einzelne Opern jeweils auf ihre politischen und gesellschaftlichen Implikationen hin befragt und ein dritter Teil schließlich versammelt Arbeiten zum politisch-ästhetischen Denken Richard Wagners sowie zu Wagners geistesgeschichtlichen Verbindungen zu wichtigen Intellektuellen seiner Zeit und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Die Beiträge selbst sind, entsprechend ihrer Entstehungsursache, von unterschiedlichem Charakter: neben wissenschaftlichen Abhandlungen stehen eher knappe Aufsätze, die für Programmhefte von Opernhäusern geschrieben worden sind. Immer dominiert das Interesse des Politologen, der aus seinem Blickwinkel sich dem faszinierenden Phänomen Oper zu nähern sucht.

 
       
 

Josef Lehmkuhl
„... kennst du genau den Ring?“

Eine Reise zu Richard Wagners
Der Ring des Nibelungen
300 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 15,5 x 23,5 cm
19,80 / ISBN 3-8260-3347-7

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Richard Wagner und ein Türöffner zu seiner Welt, seinem Leben und zu seinen Werken. Der Autor hat umfangreiches Textmaterial sortiert, analysiert, manchmal auch komprimiert und klärt erzählerisch auf, was diesen Ausnahmekünstler zu seinen ungewöhnlichen Leistungen trieb, warum er für einen König „gottgleich“ und für einen Philosophen „ein deutscher Aischylos“ gewesen ist. Der Autor erzählt und analysiert hier in einzigartiger Weise Wagners Leben und Werk: kompakt, authentisch, informativ und mit vielen Textzitaten sehr verständlich Es ist eine spannende Geschichte um das Werden des größten mehrdimensionalen Kunstwerkes der Menschheit, die Geschichte vom: Ring des Nibelungen.

Der Autor
Josef Lehmkuhl, Jahrgang 1945, ist und war nach seinem Studium in Duisburg als Chemieingenieur in führenden Positionen in der Industrie tätig, hauptsächlich im Bereich Umweltschutz. Er hat chemische Produkte und Verfahren erfunden und entwickelt, Patente erworben, Firmen gegründet, Chemieanlagen konzipiert und in seiner „Freizeit“ immer die Augen und Ohren für „das Wesentliche“, nämlich für Literatur, Kunst und Musik offen gehalten.

 
       
 

Stefanie Hein
Richard Wagners Kunstprogramm im
nationalkulturellen Kontext
Ein Beitrag zur Kulturgeschichte
des 19. Jahrhunderts
364 Seiten, Broschur mit Fadenheftung
Format 15,5 x 23,5 cm
39,80 / ISBN 3-8260-3331-0

Wagner hat als Autor und Komponist seiner Musikdramen einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der Deutschen; als Kunsttheoretiker und Kulturkritiker ist er dagegen nur wenigen bekannt. Dabei hat er eine Fülle an theoretischen Schriften verfasst, in denen er den programmatischen Anspruch seiner Kunst darlegt. Seine Theoriebildung ist von begrifflicher Unschärfe und Eklektizismus geprägt, doch verfährt er keineswegs beliebig. Er rekurriert auf nationalkulturelle Denkmodelle des 19. Jahrhunderts; die von ihm vertretenen Ideologeme erweisen sich als mentalitätsgeschichtliches Paradigma für den deutschen Nationalisierungsprozess. Wagners Kunstprogramm wird vor diesem Hintergrund als Seismograph der deutschen und teilweise auch europäischen Kulturgeschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lesbar. Die Studie untersucht Wagners theoretische Schriften erstmals im Zusammenhang auf Kontinuität und Verschiebungen in seinem Denken und ordnet sie in ihren kulturgeschichtlichen Kontext ein.

Die Autorin
Stefanie Hein, geb. 1973, studierte Germanistik und Geschichte an der Philipps- Universität Marburg. 1999 Staatsexamen, 2004 Promotion mit der vorliegenden Arbeit, von 2001 bis 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität. Seit 2006 Redakteurin beim Schroedel Verlag.

 
       
 

Lehmkuhl Josef
Gott und Gral
Eine Exkursion mit Parsifal und Richard Wagner
208 Seiten, Broschur mit Fadenheftung

€ 19,80 / ISBN: 978-3-8260-3690-3


Der mythologische Gral, einer der meistgesuchten Gegenstände der Welt, ist, ebenso wie Gott, weder zu finden, noch wirklich zu „begreifen“. Er kann vielleicht „erdacht“ werden, wobei der „Denkweg“ wohl das Ziel ist. Wie kein anderer zuvor hat sich Richard Wagner mit dem Grals-Mythos beschäftigt, insgesamt mehr als 35 Jahre lang, und wurde schließlich auf der Suche nach dem Gral und Gott sein eigener Parsifal.
Der Autor, der bereits über Wagners Ring geschrieben hat, reflektiert hier kenntnisreich und verständlich über die symbolträchtige Gral-Mythologie und begleitet Richard Wagner in den letzten Lebensjahren, in denen er sein Bühnenweihfestspiel Parsifal und seine religionsphilosophischen „Traktate“ (Religion und Kunst) schrieb. Gemeinsam mit dem unwissenden Parsifal der Sage, nimmt der Autor auf der Suche nach dem Gral interessante Spuren auf und begegnet u. a. Erasmus von Rotterdam, Leonardo da Vinci, Jean Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud und Dan Brown. Erstaunlich ist, was Goethe und Schiller, Voltaire, Einstein und Tucholsky zur Aufklärung Parsifals beizutragen haben

 
       
       
 

2. Fachzeitschrift wagnerspectrum (erscheint halbjährig)
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