Freitag, 17. Februar 2017, 20.00 Uhr

Macbeth

Gwiss is nur, dass nix gwiss is

eine wahnsinnig lustige schottisch-bayerische Geschicht

von Rolf Stemmle und Roland Beier

- Uraufführung -

weitere Aufführungen:

18. / 24. / 25. Februar

03. / 04. 10. März

jeweils 20.00 Uhr

+ 26. Februar 11.00 Uhr

Kleines Theater Haar

Casinostr. 75, 85540 Haar

www.mvb-ev.de

 

 

 

Macbeth auf Bayerisch - Premiere in Haar

 

Die Volkssänger verabschiedeten sich mit einem schottischen Tanz vom Premierenpublikum. Bild: Detlef Motz

Kleines Theater Haar |

Haar - Die lauten Klänge des Dudelsackes, der von Sven Vollberg von Bavarian Bagpipes meisterhaft gespielt wird, erfüllen das Kleine Theater in Haar. Roland Beier, Regisseur und Vorstand der Münchner Volkssängerbühne e.V. kann eben noch seine Begrüßungsansprache zu Ende bringen, dann öffnet sich der Vorhang für ein noch nicht dagewesenes Feuerwerk aus Humor und Drama im schottisch-bayerischen Gewand.

So ganz anders ist der Macbeth der Volkssänger. Anstatt einem martialischen Kämpfer wird er von Maximilian Endres als Muttersöhnchen dargestellt, welches von seiner herrischen Mutter (Hanna Timm) zu Mut und Erfolg gezwungen werden muss und mit ihr eine inzestuöse Beziehung führt.
Drei Hexen, wunderbar komisch dargestellt von Bärbel Beier, Andrea Gitter und Simone Krist, wollen sich für die schlechte Behandlung durch ihre Herren rächen und weißsagen Macbeth, verkleidet als Hexen, eine Zukunft als König von Schottland.
Das liebevoll gestaltete Bühnenbild und die tollen Kostüme von Anna DiBuono zogen die Zuschauer von Anfang an in ihren Bann.
Nachdem Macbeth dank der helfenden Hand seiner Mutter sowohl den alten König (Helmut Esterl) als auch dessen Knecht und sogar seinen eigenen Weggefährten ermordert hat und der Sohn des Königs fliehen musste, krönt er sich, wahnsinnig geworden vor Machtgier, selbst.
Besondere Lieblinge des Publikums waren auch die beiden Auftragsmörder MacLaurel und MacHardy, die unverkennbar durch Walter Gelmini und Sepp Schiefer im Geiste von Dick und Doof dargestellt wurden.

Wie gewohnt ist das von Roland Beier und Rolf Stemmle geschriebene Stück gespickt mit teils derbem, teils feinsinnigem Humor und vielen politischen und gesellschaftlichen Anspielungen.
Nach der Premiere war das Publikum sich einig: So einen Macbeth hatten sie noch nie erlebt! Begeistere Zuschauer aller Altersklassen lobten die Schauspieler, die sich nach der Aufführung noch unter die Besucher mischten, für ihre überzeugende Darbietung. Und eine junge Zuschauerin meinte gar, dass sie nicht geglaubt hätte, dass bayerisches Theater so "cool und lässig" sein kann.
Trotz (oder gerade wegen?) der vielen Morde auf der Bühne gingen an diesem Abend alle Gäste sehr beschwingt nach Hause.

 

www.myheimat.de/haar  /   Febr. 2017

 

 

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